Mit alten Burgen ins neue Jahr

Zum Jahresabschluss gibt es heute noch einen neuen Beitrag mit alten Burgen aus dem Mittelrheintal. Wir haben den zweiten Tag unseres Kurzaufenthaltes dort zur ausgiebigen Burgenbetrachtung genutzt. Vormittags waren wir zunächst auf der Marksburg etwas südlich von Koblenz, die einzige nie zerstörte Burg im Mittelrheintal.

Die Marksburg oberhalb von Braubach bei strahlendem Sonnenschein.

Nachdem wir die Umleitung zur Burg verpasst hatten, fanden wir uns zunächst in dem kleinen und recht gemütlichen Ort Braubach am Fuße der Marksburg wieder, wo es mit der Philippsburg noch eine Schlossanlage aus dem 16. Jahrhundert gibt. Beide Gebäude gehören der Deutschen Burgenvereinigung, deren Geschäftsführer zusammen mit einer weiteren Familie auf der Marksburg wohnt.

Beide Burgen sind entsprechend durch einen Burgenlehrpfad mit vielen lehrreichen Schildern verbunden, der uns tatsächlich zu einem Aufstieg zur Marksburg verleitete, sodass wir unser Auto in Braubach stehen ließen. Der steile Berg auf dem die Burg thront stellte auch keine echte Herausforderung dar. Das Wetter war aber leider nicht so schön, wie obiges Bild suggeriert.

Aussicht von der Marksburg auf den Rhein und den Ort Spay am anderen Rheinufer.

Die Marksburg kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Die nächste fand trotz Pandemie-Beschränkungen schon bald nach unserer Ankunft und in kleiner Gruppe statt. Die Führerin war trotz Maske sehr gut zu verstehen und konnte die etwa 800-jährige Geschichte der Anlage anschaulich vermitteln, sodass sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt hat. Man bekommt einen ganz guten Eindruck vom unkomfortablen Leben auf einer Burg im Mittelalter. Die Anlage sitzt doch sehr gedrängt und verwinkelt auf dem Felsen und hat beeindruckend dicke Wände. Zumindest bietet sie einen schönen Ausblick auf das Rheintal.

Abends zur besten Sonnenuntergangsstimmung sind wir dann noch nach St. Goar gefahren, wo die Burg Rheinfels (ein Hotel) oberhalb des Ortes thront.

Von der Bundesstraße aus erschien uns St. Goar beim Durchfahren ähnlich romantisch und einladend wie Braubach oder Bacherach, wo wir den vorangeganenen Abend in einer Weinstube ausklingen ließen. Bei näherer Betrachtung erwies sich St. Goar aber eher als hässlich. Dafür hat man zumindest noch einen guten Blick auf zwei weitere Burgen aus dem 14. Jahrhundert: die Burg Maus (leerstehende Falknerei) etwas weiter stromabwärts und die Burg Katz (Privatbesitz) direkt gegenüber auf der anderen Rheinseite oberhalb eines Ortes mit dem schönen Namen St. Goarshausen.

Wer es schon absurd findet, einen Ort nach seinem Nachbarort +hausen zu benennen 1, möge sich auch darüber wundern, dass die Burg Katz tatsächlich nach der Grafschaft Katzenelnbogen benannt ist. Ich hoffe, auch im neuen Jahr bieten sich mir und allen meinen Lesern immer wieder neue Erkenntnisse! Bleibt neugierig ;-).

Notes:

  1. Man probiere das mit dem aktuellen Wohnort: z.B. Karlsruheshausen
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