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– Kraftwerk

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Reisen

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Auf der Verdon in die Schlucht gefahren

Eine schief strukturierte Wand der Verdon-Schlucht.

Nach etlichen Tagen auf dem idyllischen Campingplatz in La Palud-sur-Verdon beschlossen wir, unsere Zelte abzubrechen und noch für zwei Übernachtungen auf einen Campingplatz umzuziehen, der dichter am nahen Stausee Lac de Sainte-Croix gelegen ist. Von dort aus haben wir uns dann noch einmal in die Schlucht gewagt, diesmal mit einem Tretboot. Dabei wollten wir vor allem mal direkten Kontakt mit der Schlucht aufnehmen und den Fels anfassen.

Der Campingplatz nahe der Mündung der Verdon in den See, für den wir uns dann entschieden, war erheblich größer und zieht sich auf obigem Bild über große Teile des Hanges am rechten Bildrand. Bei unserer Ankunft waren von den zahlreichen Plätzen schon viele belegt, aber wir konnten uns ein ganz schönes, etwas abgelegenes Stück Wiese aussuchen, von der man einen ganz schönen Blick über den See hatte. Nach der ersten Übernachtung von Samstag auf Sonntag wurde es auf dem Platz dann auch erheblich leerer und deutlich angenehmer.

Der Autor dieses Blogs beim bouldern an der Wand der Verdon-Schlucht.
Der Autor dieses Blogs beim Klettern an der Wand der Verdon-Schlucht.

Am nächsten Tag haben wir uns dann ein Tretboot geliehen und sind damit wie auch viele weitere Touristen in die Schlucht gefahren. Man kann etliche Kilometer in der Schlucht mit dem Boot zurücklegen, bevor man an die Grenze eines Naturschutzgebietes kommt. Wir hatten allerdings andere Pläne und wollten das Tretboot als Ausgangspunkt zum Klettern entlang der Felswand nutzen. Da diese auch unter Wasser noch steil abfällt, lässt sich das in dem aufgestauten Bereich der Verdon recht gefahrenarm machen. Experten sprechen dann von deep water soloing. Wir haben uns dabei auf recht geringe Höhen und Quergänge beschränkt. Der Fels ist sehr stark strukturiert und hat teilweise große Löcher, die man sehr gut halten kann. Leider hatten wir nur zwei Stunden Zeit, bis wir das Tretboot wieder zurückgeben mussten. Bis auf einen Mitreisenden haben wir auch alle Wasserkontakt vermieden. Es soll in der Schlucht sehr kalt gewesen sein… Im See dagegen war das Wasser deutlich wärmer und wir waren hinterher noch baden.

Ein Paddelboot auf der Verdon unter einer großen Felswand.
Ein Paddelboot auf der Verdon unter einer großen Felswand.

Auch landschaftlich haben wir von der Schlucht noch mal einen etwas anderen Eindruck bekommen. Die Verdon reicht meist direkt bis an die Felswand und man kann die teilweise sehr großen Aushöhlungen aus nächster Nähe bestaunen oder mit dem Boot befahren. Außerdem gibt es noch einen kleinen und recht unspektakulären Wasserfall, der aber das Gestein in seiner Umgebung feucht hält, sodass sich solch schöne Strukturen ergeben:

Eine glibschige Wand der Verdon-Schlucht neben einem kleinen Wasserfall (nicht im Bild).
Eine glibschige Wand der Verdon-Schlucht neben einem kleinen Wasserfall (nicht im Bild).

Der Verdon auf den Grund gegangen

Die Höhle "Baume aux pigeons" (dt. Tauben-Balsam), die über einen Tunnel erreicht werden kann und einen fast mystischen Blick in die Verdon-Schlucht erlaubt.

Nur in die Verdon-Schlucht zu schauen war natürlich nicht der Anlass unseres Frankreich-Urlaubs. Ursprünglich waren wir nach Südfrankreich gefahren, weil wir in der Wikipedia auf eine kurze Beschreibung eines langen Wanderweges durch die Schlucht gestoßen waren. Der Wanderweg ist nach dem Höhlenforscher Édouard Alfred Martel benannt, der die Verdon-Schlucht 1905 ausgiebig erkundete sowie seit 2005 auch nach Isidore Blanc, der auch etwas mit dieser Expedition zu tun hatte 1. Mittlerweile ist der Weg sehr gut erschlossen und auch für normale Wanderer geeignet.

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Notes:

  1. Mein Französisch ist für die Details leider nicht gut genug…

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