Hoch im Nebel

Zur thematischen Annäherung an meinen aktuellen Wohnort gibt es heute schon erste Bilder aus Baden-Württemberg von der Burg Hohenzollern, die aber schon im Juni 2017 entstanden sind. Das Wetter an dem Tag war aber ganz passend zur aktuellen Jahreszeit. Auf der Fahrt von Tübingen nach Süden zu der Burg war zunächst überhaupt nichts von ihr zu sehen, nur der Fuß des hohen und isolierten Berges war sichtbar, während die Kuppe völlig im Nebel verborgen war.

Nachdem wir unser Auto geparkt und einen steilen Fußweg hinter uns gebracht hatten, erreichten wir dann die Burg und hatten keine gute Aussicht. Die Burg selbst dagegen war durchaus ganz sehenswert. Sie befindet sich im Privatbesitz der Nachfahren der ehemaligen preußischen Könige und deutschen Kaiser und ist mit gut 150 Jahren noch sehr jung für eine Burg. Sie wurde 1867 als dritte Burg an dieser Stelle neu erbaut, nachdem die Vorgänger bereits lange verfallen waren.

Innenhof der Burg Hohenzollern.
Innenhof der Burg Hohenzollern.

Dem romantischen Zeitgeist entsprechend wollten die Hohenzollern ihren alten Stammsitz auf dem gleichnamigen Berg wiedererwecken, sodass die Burg eher den mit neueren architektonischen Mitteln umgesetzten Idealvorstellungen einer Burg entspricht, als dass sie tatsächlich eine Festung gewesen wäre. So hatte sie überwiegend repräsentative Zwecke und war nur selten überhaupt bewohnt.

Blick entlang der Burgmauer auf die Wallfahrtskirche Maria Zell.
Blick entlang der Burgmauer auf die Wallfahrtskirche Maria Zell.

Mittlerweile ist sie vor allem eine Touristenattraktion und man kann neben einem Rundgang über das Burggelände und durch die unterirdisch wieder freigelegten Teile früherer Bebauung auch einen Blick in die Schatzkammer werfen. Bei besserem Wetter gibt es bestimmt auch eine wunderbare Aussicht auf die Attraktionen des umliegenden Landes, wie etwa die Wallfahrtskirche Maria Zell (rechts klein im Bild), die dort nicht erbaut, sondern von Engeln in dem Tal quasi schlüsselfertig ausgeliefert wurde.

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