Hamburg: so flach und so tiefsinnig

Im letzten August war ich für ein paar Tage bei einem Freund in Hamburg und habe dort das maritime Klima mit dem zugehörigen schlechten Wetter genossen. Dabei sind aber auch ein paar schöne Architekturfotos entstanden, die ich hier gerne veröffentlichen möchte.

Seitenansicht der Elbphilharmonie.
Seitenansicht der Elbphilharmonie.

Bereits die Hinfahrt nach Hamburg war wegen eines Unwetters und dem damit verbundenen Chaos bei der Bahn sehr schwierig. Dass wir in der Nacht tatsächlich noch von Hannover nach Hamburg gekommen sind, haben wir dem Katastrophenschutz-Bus des DLRG zu verdanken, den wir zufällig vor dem Bahnhof entdeckten, während ein Großteil der Reisenden in der kilometerlangen Schlange an den Bahnschaltern stand. Auch in Hamburg war das Wetter in den folgenden Tagen nicht so richtig gut. So wurde unser Besuch auf der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie von starkem Wind und einem Regenschauer begleitet.

Blick von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie auf den gegenüberliegenden Hafen bei schlechtem Wetter.
Blick von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie auf den gegenüberliegenden Hafen bei schlechtem Wetter.

Trotzdem war es ganz interessant, die dort im neuen Hamburger Stadtteil HafenCity entstanden Architektur zu betrachen. Ich fand die Bauten dort doch recht abwechslungsreich und vor allem auch recht farbenfroh. Dagegen gibt es hier in Karlsruhe in einem Neubaugebiet in meiner näheren Umgebung sehr viele einförmige weiße und graue Quader. Möglicherweise ist das aber auch einfach eine Frage des Preises… In direkter Nachbarschaft zur Elbphilharmonie zu wohnen ist sicherlich nicht günstiger als am äußeren Rand von Karlsruhe.

Es gibt aber auch ältere und ganz interessante Architektur in Hamburg, etwa in der City-Nord, wo zahlreiche Versicherungen und andere Großunternehmen ihre Zentrale haben. Entstanden ab den frühen 1960er Jahren zeigt sich hier ein ähnliches städtebauliches Konzept wie beim Ihme-Zentrum in Hannover, wo ebenfalls eine Trennung von Fußgänger- und Fahrzeug-Verkehr auf verschiedenen Etagen probiert wurde, die jetzt 50 Jahre später zu Fuß einen eher gruseligen Eindruck hinterlässt. Die Bürogebäude dagegen sind mit großem Abstand zueinander recht luftig positioniert. Manche erstrahlen jetzt in renoviertem Glanze, andere sind aber schon wieder abgerissen worden…

Ein großes Bürogebäude in der Hamburger City-Nord.
Ein großes Bürogebäude in der Hamburger City-Nord.

Immer noch vorhanden, schon über 100 Jahre alt und unter Denkmalschutz ist dagegen der alte Elbtunnel in Hamburg, den wir ebenfalls durchquert haben. Mit den großen Schächten und den Aufzügen für Fahrzeuge an beiden Enden ist er schon eine sehenswerte Konstruktion. Wochentags wird der Tunnel nach wie vor auch von Kraftfahrzeugen genutzt. Wir waren allerdings am Wochenende dort, sodass es nur einen regen Verkehr von Fußgängern und Radfahrern gab. Außerdem ist im Moment wegen der schon seit etwa 2010 andauernden Sanierungsarbeiten nur eine Röhre zugänglich.

Eines der beiden Zugangsgebäude mit Fahrzeug-Aufzügen des alten Elbtunnels in Hamburg.
Eines der beiden Zugangsgebäude mit Fahrzeug-Aufzügen des alten Elbtunnels in Hamburg.

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