9-Euro-Urlaub (1): Freiburg

Die günstige Gelegenheit zum Reisen mit dem Nahverkehr in den vergangenen drei Monaten haben wir natürlich genutzt, um unsere weitere Umgebung zu erkunden. Als erstes möchte ich hier von einem Tagesausflug nach Freiburg berichten, den wir in vollen Zügen genossen haben. Morgens bei der Abfahrt sind wir zunächst kaum noch auf den Bahnsteig gekommen.

Der Zug ist dann tatsächlich mit uns und etwa 20-minütiger Verspätung abgefahren. Der Umstieg in Offenburg gestaltete sich wegen verstopfter Bahnsteige auch schwierig. Im ebenfalls erheblich verspäteten Anschlusszug waren aber noch Sitzplätze zu bekommen, sofern man bereit war, etwas in das Wageninnere durchzugehen. So haben wir dann noch halbwegs entspannt bei bestem Wetter die Freiburger Innenstadt erreicht.

Wir haben zunächst kurz das Freiburger Münster besichtigt, das im Innenraum aber wegen einer Veranstaltungsvorbereitung größtenteils abgesperrt war. Trotzdem konnten wir die sehr detailreichen und bunten Fenster sowie einige interessante Statuen bewundern. Auch von außen bietet die Kathedrale einen tollen Anblick, der besonders durch den grazilen gotischen Turm beeindruckt. Nach einer Stärkung mit einem Spaghetti-Eis haben wir uns dann auf den Weg auf den Schlossberg gemacht. Vor dort hat man nach einem steilen Aufstieg einen schönen Blick auf das Münster und über die Stadt.

Dort habe ich erstmals meinen Polfilter angewendet, den ich mir kürzlich für mein Standard-Objektiv gekauft habe, hauptsächlich weil ich es als Physiker cool finde, einen Polfilter zu besitzen. Tatsächlich lässt sich damit auf Fotos mit leicht bewölktem Himmel aber ganz gut der Kontrast zwischen Himmel und Wolken verstärken, sofern man in etwa in eine Richtung senkrecht zur Sonne fotografiert. Der Filter filtert dann das teilweise polarisierte Licht des blauen Himmels stärker aus, als das zufällig polarisierte Licht aus den Wolken.

Blick vom Schlossberg auf die Stadt Freiburg.

Nach dem Abstieg vom Schlossberg haben wir weiter die recht weitläufig Innenstadt erkundet und uns eine Pizzeria für das Abendessen gesucht. Bis zum nächsten passenden Zug haben wir uns noch in die Abendsonne am Park des Colombischlössles 1 gesetzt, der laut Wikipedia hauptsächlich für Drogengeschäfte und zur Anbahnung homosexuellen Geschlechtsverkehrs genutzt wird. Insgesamt war es ein sehr schöner Ausflug. Auf der Rückfahrt waren auch die Züge deutlich leerer.

Fassadendetail des Colombischlössles in der Freiburger Innenstadt.

Notes:

  1. Keine Ahnung, wie der korrekte badische Genitiv ist.

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