Saarpolygon: Schritt in die Zukunft

Unser Urlaub ist dieses Jahr etwas kleiner ausgefallen als geplant. Statt der Reise auf die Färöer sind wir im Juli für acht Tage ins Saarland gefahren. Man kann dort tatsächlich Urlaub machen und es war nicht mal ganz uninteressant. Nach vier Tagen bei schönstem Wetter in einem Hotel in Saarbrücken haben wir anschließend bei dem relativ akzeptablem Campingwetter vier Tage in Saarlouis gezeltet.

Dort in der naheliegenden Gemeinde Ensdorf auf der anderen Seite der Saar steht das Saarpolygon und demonstriert den Wandel des Saarlandes von einer durch Bergbau geprägten Region zu einer von ehemaligem Bergbau geprägten Region mit Tourismus oben drauf. Passend dazu steht es auf einer 150 m hohen Abraumhalde des ehemaligen Bergwerks Saar, das 2012 geschlossen wurde, als die Ära des Steinkohlebergbaus im Saarland endete. Selbst aus feuerverzinktem Stahl, bildet es eine interessante Form, die aus jedem Blickwinkel anders aussieht und dabei immer irgendwie progressiv wirkt.

Eine Bank auf der Aussichtsplattform im Saarpolygon.

Für das gelungene Design haben die Architekten sogar diverse Preise bekommen, insbesondere auch den 15. Deutscher Verzinkerpreis 2017 1. Wohin das Polygon dabei voranschreitet, wie die Zukunft des Saarlandes aussieht und was die ehemaligen Bergleute jetzt tun, ist mir dabei nicht klar geworden. Immerhin gab es vor Ort diverse Infotafeln über die Renaturierung der Abraumhalde und das Abpumpen von Wasser aus ehemaligen Bergwerken.

Ansonsten hat man von der Halde und der Aussichtsplattform des Polygons in knapp 30 m Höhe einen schönen Ausblick über die Saar bei Saarlouis und die Dillinger Hütte, bei der nach wie vor Hochöfen in Betrieb sind und Stahlbleche produziert werden. Um die Stahlproduktion wird es aber vor allem in einem folgenden Beitrag über die Völklinger Hütte gehen, die nach ihrer Stilllegung als UNESCO Welterbe erhalten wird und in ihrer ganzen beeindruckenden Größe besichtigt werden kann.

Die Dillinger Hütte vom Saarpolygon aus gesehen.

Notes:

  1. Ich möchte hiermit dem Industrieverband Feuerverzinken e.V. den 1. neonfoto-Preis für miserable Website-Navigation verleihen. Gewürdigt wird insbesondere der mutige Schritt, die Seite als Unterseite von in der 4. Gliederungsebene anzulegen und diese Ebene dem elegant-schlichten Design folgend vollständig aus sämtlichen Menüs fernzuhalten. Modern und nachhaltig wird stattdessen aus der 2. Gliederungsebene (Awards) dem vorwärtsgewandten Thema des Vereins entsprechend direkt in die 3. weitergeleitet.

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