Burg, japanisch: Himeji 

Der letzte Artikel berichtete über eine englische Burg, aber auch in Japan gibt es Burgen. Ich habe im Juli 2015 die in Himeji besichtigt, die seit 1993 UNESCO-Welterbe ist und kurz vorher nach langer Renovierung wieder eröffnet wurde. Sie ist eine der wenigen noch im Original erhaltenen Burgen in Japan, ist im Gegensatz zu Corfe Castle nie eingenommen und geschleift worden, und auch nicht wie die Burg im nicht weit entfernten Osaka komplett aus Beton neu errichtet.

Gesamtansicht der japanischen Burg Himeji.
Gesamtansicht der japanischen Burg Himeji.

Auch japanische Burgen stehen bevorzugt erhöht und sind von Ringen aus Höfen und Mauern umgeben. Ansonsten bestehen sie aus einem großen Hauptgebäude mit vielen Etagen von Pagodendächern. Himeji ist dabei besonders für die weißen Wände und Dächer bekannt und heißt seiner anmutigen Erscheinung wegen auch Burg des weißen Reihers.

Der Hauptturm der Burg Himeji.
Der Hauptturm der Burg Himeji.

Die Burg wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut, ist also mit nur 400 Jahren nicht mal halb so alt wie Corfe Castle, auch wenn es schon früher an dieser Stelle Befestigungsanlagen gegeben hat. Wie bei europäischen Burgen auch, gibt es hier Schießscharten und Wassergräben, zusätzlich ist der Weg in die Burg spiralförmig und eng gestaltet, um Angreifern das Eindringen zu erschweren.

Ich war dort mit einer Gruppe von Physikern als Konferenzausflug. Wir sind dort von Kobe aus mit dem Bus hingefahren und wurden dann von unserer Reiseführerin am Eingang abgesetzt um ebenfalls in die Burg einzudringen. Bei der Besichtigung ist man dann eigentlich nur ein mal das Hauptgebäude hoch und wieder runter gegangen. Drinnen gab es außer großen leeren Hallen aus Holz nichts spektakuläres zu sehen.

Aussicht von der obersten Etage der Burg auf den Ort Himeji.
Aussicht von der obersten Etage der Burg auf den Ort Himeji.

Von oben hatte man dann aber einen ganz schönen Ausblick über die Stadt Himeji, die restlos jeden Quadratmeter zwischen den Hügeln und der Küste ausfüllt. Ansonsten wurde der Ausflug etwas durch den heraufziehenden Taifun getrübt, der am nächsten Tag dann sehr heftigen Wind und Regen über Kobe niedergehen lies.  Anschließend durften wir noch einen angrenzenden Park besichtigen, der allerdings (verglichen mit den Anlagen in Kyoto) so unspektakulär und nass war, dass ich keine brauchbaren Fotos gemacht habe.

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