3 Jahre neonfoto: Alles neu macht der Mai

Vor genau drei Jahren habe ich hier den ersten Blog-Artikel über einen nassen Camping-Ausflug ins Elbsandsteingebirge veröffentlicht. Heute gibt es gleich zwei Neuigkeiten: zum einen habe ich mir ein neues Weitwinkel-Objektiv gekauft und berichte im folgenden über erste Einsatzversuche. Zum anderen habe ich größere Umbauten am Blog selbst vorgenommen.

Südansicht der Lobdeburg im Süden Jenas
Südansicht der Lobdeburg im Süden Jenas

Es gibt jetzt neben der Einzelansicht für einen Blogbeitrag nur noch eine Hauptseite mit einer Übersicht über die letzten Blogbeiträge und Galeriebilder, die man jeweils nach Kategorien filtern und durchblättern kann. So ist jetzt auch mein erstes echtes Fotoprojekt über die Haltestellen der U-Bahnlinie 6 in Hannover wieder leicht zugänglich. Das Ganze verwendet ein wenig Ajax um beim Blättern nur die Teile der Seite neu zu laden, die auch tatsächlich geändert werden müssen. Außerdem habe ich das Farbschema etwas geändert und an das Hintergrundbild der Startseite angepasst. Dazu gibt es von Adobe einen schönen Onlinedienst, der aus einem Bild ein Farbschema ableitet. Ich hoffe, die Änderungen gefallen euch! Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler können mir gerne persönlich, per Mail oder hier in den Kommentaren mitgeteilt werden. Ich werde auch in Zukunft, wenn ich dafür Zeit finde, noch einige weitere Änderungen vornehmen und das Design weiterentwickeln.

"Innenansicht" des Turmrests der Lobdeburg.
„Innenansicht“ des Turmrests der Lobdeburg.

Die zweite große Änderung betrifft meine Fotoausrüstung: ich besitze jetzt ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv, ein Sigma 10-20mm F3.5, das mein bisheriges Zoom-Objektiv gut ergänzt. Damit kann man auch bei räumlich beengten Verhältnissen noch sehr viel auf ein Foto bekommen. Zum Ausprobieren war ich mit meiner Freundin bei der Lobdeburg, einer alten Ruine auf einem Hügel oberhalb des Jenaer Stadtteils Lobeda. Wie auf den Bildern hier zu sehen ist, konnte ich dort schon sehr von der kurzen Brennweite profitieren. Ich habe zum Beispiel den kompletten Turm von Innen auf das Foto bekommen, obwohl die Ruine mit Bauzäunen abgesperrt ist und auf einer schmalen Hügelkuppe steht.

Blick durch die Ruinen auf die Wohnblöcke von Jena-Lobeda
Blick durch die Ruinen auf die Wohnblöcke von Jena-Lobeda

Während bei solchen Motiven das Fotografieren mit extrem kurzer Brennweite recht gut geht, ist es oft aber auch problematisch, dass so viel auf das Bild passt. Fotos bestehen dann schnell nur aus Himmel und Fußboden. Es geht weniger darum, sehr viel ins Bild zu bekommen, sondern wie hier ausführlich erläutert wird, eher darum, sehr nahe an das Motiv zu gehen oder gehen zu können. Dadurch ergeben sich oft interessante und ungewohnte Perspektiven, da die kurze Brennweite zu Verzerrungen und stürzenden Linien führt. Es ergeben sich also viel Spielraum für Kreativität und ganz neue Möglichkeiten beim Fotografieren!

Zum Vergleich habe ich von der Lobdeburg aus Lobeda am Fuße des Hügels fotografiert, zunächst mit meiner Festbrennweite bei 35 mm, und außerdem mit den „Grenzen“ des neuen Objektives von 10 und 20 mm. Während bei 35 und 20 mm nur die Wohnblocks von Lobeda auf dem Bild im Vordergrund sind, sieht man bei 10 mm auch noch die Altstadt von Lobeda, das Heizkraftwerk zwischen Winzerla und Burgau und (!) die Gaststätte kurz unterhalb der Burg. Außerdem sind auf den beiden Fotos mit kürzerer Brennweite viel mehr Himmel im Bild, obwohl die Fotos ein „breiteres“ Seitenverhältnis haben.

Es wird also auch in Zukunft viele spannende Bilder hier geben. Der nächste Urlaub ist gerade in Planung und möglicherweise kaufe ich mir bis dahin auch noch ein Tele-Objektiv, um meine Fotoausrüstung zu vervollständigen…

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